📔 Das Expeditionslogbuch
Jede Expedition hat ihre eigene Geschichte. Dieses Journal bündelt alle Feldnotizen, Artenprofile und Entdeckungen von Wildlife Explorer an einem Ort.
Expeditionslogbuch: 5 Begegnungen in der europäischen Wildnis
Keine Top-10-Liste, sondern ein Logbuch. Fünf Momente aus dem Feld — allesamt Tiere, denen man mit etwas Glück und Geduld in Europa begegnen kann.
1. Der Luchs, den man nicht sieht
Der Eurasische Luchs jagt nahezu lautlos. Seine Ohren mit den markanten schwarzen Pinseln nehmen das Rascheln eines Rehs noch auf Hunderte Meter Entfernung wahr. In den Karpaten und Teilen Skandinaviens wächst die Population langsam wieder, aber die Chance, selbst einen zu sichten, ist gering — und genau das macht eine Begegnung mit seinen Spuren bereits besonders.
2. Der Otter, der zurückkehrt
In den Niederlanden war der Otter Anfang der 90er-Jahre nahezu verschwunden. Dank Wiederansiedlung und saubererer Wasserwege schwimmt er nun wieder durch die Weerribben und die Biesbosch. Die beste Chance, einen zu sehen, ist bei Sonnenaufgang, in aller Stille vom Ufer aus.
3. Der Wolf, der aus eigener Kraft zurückkehrt
Im Gegensatz zum Otter wurde der Wolf nicht ausgewildert — er kehrte aus eigener Kraft über natürliche Korridore aus Osteuropa nach Deutschland und in die Niederlande zurück. Ein Rudel beansprucht ein Territorium von 150 bis 350 km².
4. Der Seeadler über dem Wasser
Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,4 Metern ist der Seeadler einer der größten Greifvögel Europas. In den Oostvaardersplassen brüten mittlerweile mehrere Paare.
5. Der Fuchs, immer näher als man denkt
Wo die anderen vier selten sind, ist der Fuchs überall. Lerne seine Spuren zu erkennen und du hast eine Basis, um auch die selteneren Arten identifizieren zu können.
Mehr erfahren? Sieh dir ihr Profil im Wildlife Explorer Wiki an oder sammle sie als Collectible.
← Zurück zur ExpeditionWarum jeder dritte Bissen Essen den Bestäubern zu verdanken ist
Etwa ein Drittel aller Lebensmittel, die wir zu uns nehmen — Äpfel, Tomaten, Mandeln, Kaffee — existiert dank der Bestäubung durch Insekten.
Nicht nur eine Biene, sondern Hunderte Arten
In Europa leben Hunderte Arten von Wildbienen, und sie leisten gemeinsam mindestens so viel Bestäubungsarbeit wie die Honigbiene. Manche Arten bestäuben pro Blütenbesuch bis zu hundertmal schneller.
Die Zahlen hinter der Krise
Seit den 90er-Jahren ist die Biomasse an Fluginsekten in Teilen Europas um mehr als 75 % zurückgegangen.
Von der Hummel bis zum Schmetterling: Wer macht was
- Hummeln fliegen auch bei Kälte und Regen.
- Schwebfliegen ähneln Wespen, sind aber harmlos.
- Schmetterlinge verbinden isolierte Blumenwiesen miteinander.
Sieh dir ihr Profil im Wildlife Explorer Wiki an oder sammle sie als Collectible.
← Zurück zur ExpeditionInsektenhotel-Bewohner: Wen lockst du an und warum
Ein Insektenhotel ist keine Dekoration — es ist eine Ansammlung winziger Behausungen, jede geeignet für einen anderen Bewohner.
Die Bewohner der Schilfstängel: Mauerbienen
Die Rote Mauerbiene und die Gehörnte Mauerbiene füllen jeden hohlen Stängel mit Pollen und versiegeln das Loch mit Lehm. Sie stechen fast nie.
Die Holzbohrer
Die Blauschwarze Holzbiene ist die größte Wildbiene — bis zu 3 cm — und genauso harmlos wie ihre kleineren Verwandten.
Der ungebetene, aber nützliche Gast: Die Florfliege
Ihre Larve ist als Blattlauslöwe bekannt: Eine einzige Larve kann Hunderte Blattläuse pro Woche fressen.
Sieh dir ihr Profil im Wildlife Explorer Wiki an oder sammle sie als Collectible.
← Zurück zur ExpeditionSpurensuche: Wer war heute Nacht hier?
Die meisten Tiere in deiner Nachbarschaft siehst du nie. Aber sie hinterlassen Spuren. So liest du, wer nachts vorbeigekommen ist.
Fußabdrücke lesen
Der Fuchs hinterlässt einen schmalen, ovalen Abdruck mit vier deutlichen Zehenballen. Der Igel zeigt fünf lange Zehen in einem etwas wackeligen Gangmuster.
Losung als Visitenkarte
Fuchslosung ist spitz zulaufend, Igelkot ist kleiner und glitzert oft von unverdaulichen Käferpanzern.
Essensreste, die den Täter verraten
Eine aufgebrochene Haselnuss mit einem sauberen, runden Loch ist das Werk eines Eichhörnchens; ein grob zerrissenes Loch deutet auf eine Maus hin.
Sieh dir ihr Profil im Wildlife Explorer Wiki an oder sammle sie als Collectible.
← Zurück zur ExpeditionDer Igel: Ein nachtaktives Tier im Porträt
Der Igel ist eines der bekanntesten, aber am seltensten gesehenen Tiere bei uns.
Ein Leben im Dunkeln
Igel legen pro Nacht 1 bis 2 Kilometer zurück auf der Suche nach Käfern, Regenwürmern, Raupen und Schnecken.
Der Winterschlaf
Seine Körpertemperatur sinkt von 35 auf 5 Grad. Ein Igel, der mit zu wenig Fettreserven in den Winterschlaf geht, überlebt den Frühling oft nicht.
Warum es ihm schlecht geht
Seit 2000 hat sich die Igelpopulation schätzungsweise halbiert — vor allem durch den Straßenverkehr und die Versiegelung von Gärten.
Sieh dir sein Profil im Wildlife Explorer Wiki an oder sammle ihn als Collectible.
← Zurück zur ExpeditionWas ist Rewilding eigentlich? Und funktioniert es wirklich?
Rewilding klingt wie ein Gartentrend, ist aber ein wissenschaftliches Konzept: Die Natur so weit wie möglich sich selbst zu überlassen.
Zwei Beispiele
Im Kraansvlak bei Zandvoort lebt seit 2007 eine Wisentherde. In den Oostvaardersplassen sind Konikpferde, Heckrinder und Edelhirsche fast das ganze Jahr über draußen.
Funktioniert es?
Untersuchungen zeigen, dass die Beweidung durch große Pflanzenfresser die Biodiversität oft erhöht — ohne natürliche Fressfeinde kann es jedoch auch zu Überweidung führen.
Rewilding im Kleinen
Weniger mähen, Totholz liegen lassen, eine Ecke sich selbst überlassen — im kleinen Maßstab hat das den gleichen Effekt.
Sieh dir im Wildlife Explorer Wiki an, welche Tiere davon profitieren, oder sammle sie als Collectible.
← Zurück zur Expedition